Sprachlabor für den Berufsalltag: Floskeln in 30 Tagen gegen sichere Formulierungen tauschen

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Sprachlabor für den Berufsalltag: Floskeln in 30 Tagen gegen sichere Formulierungen tauschen

Fortgeschrittene | 1 Whiteboard-Seite · Aufgabenboard mit 4 Spalten (5 Hauptaufgaben, 13 Teilaufgaben)

Fortgeschrittene: Namen von Methoden kommen vor, die wichtigsten Punkte werden aber auf dem Whiteboard erklärt. Orientieren Sie sich an den Ausfüllbeispielen und füllen Sie es aus, während Sie überlegen, was zu Ihrer Situation passt.

Das Sprachlabor Berufsalltag ist eine 30-Tage-Vorlage für Berufseinsteiger, die auf ihre Floskeln angesprochen wurden und im Job höflich und sicher formulieren wollen. Auf dem Whiteboard liegen der Zielklang, eine Floskel-Inventur als Mindmap, die Ersatztabelle Statt → Besser samt Begründung jeder Änderung, eine Prioritätsmatrix aus Häufigkeit und Wirkung sowie die 30-Tage-PDCA-Schleife. Das Kanban-Board führt über vier Spalten, Floskel entdeckt, Ersatz formulieren, In Übung und Behoben, und ist mit fünf Elternaufgaben und dreizehn Unteraufgaben vorbelegt. Weil eine Floskel auf einer Karte lebt, arbeiten Sie genau an den Wendungen, die Sie wirklich sagen, statt einen Stilratgeber zu lesen, und die Zählung am Freitag zeigt den Rückgang in Zahlen.

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höfliche Sprache Wortwahl Sprechtraining professioneller Auftritt Berufseinstieg
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Sprachlabor Berufsalltag

So geht es: 1. Zielklang und drei Regeln festlegen → 2. Floskeln inventarisieren → 3. Ersatz formulieren und einen Satz wählen → 4. Täglich anwenden und freitags zählen

1. So wollen Sie klingen (das Bild nach 30 Tagen und drei Regeln)

  • Was Sie in 30 Tagen hören wollen Bsp.) Ihre Vorgesetzte sagt Ihnen, dass Sie deutlich sorgfältiger sprechen und schreiben
  • Drei Regeln, die gelten 1. Vage Antworten in Zahlen fassen (gleich → bis 15 Uhr) 2. Bitten im Konjunktiv und mit Sie (Schick mir die Datei → Könnten Sie mir die Datei schicken?) 3. Kurze Sätze, kein Verschleifen am Satzende
  • Zu viel Höflichkeit stört ebenso - Gestapelte Weichmacher (ich wollte nur mal ganz kurz eventuell fragen) - Entschuldigung als Füllwort, ohne dass es etwas zu entschuldigen gäbe
  • Tatsächlich erhaltene Hinweise 18. Aug., Katrin (Bereichsleiterin) - melden Sie sich einfach wirkt beim Kunden schwach 20. Aug., Stefan (Senior) - Entschuldigung ist Ihr Füllwort geworden

2. Floskel-Inventur (was Ihnen wo herausrutscht)

  • Meine Floskeln Inventur
    • Interne Meetings Alles klar in Dauerschleife
    • Kundentermine Entschuldigung vor jeder Bitte
    • E-Mail Abschluss auf die Schnelle
    • Chat Ausrufezeichen im Rudel
    • Bericht an Vorgesetzte Fazit kommt zuletzt
    • Smalltalk Umgangssprache rutscht rein

3. Ersatztabelle Statt → Besser (wo, mit wem und warum)

Statt (Ihre Floskel) Besser (der Ersatz) Wo und mit wem Warum ändern
Alles klar Alles klar / Klar, klar Dieselbe Antwort an Vorgesetzte wie an Kunden Verstanden, ich kümmere mich darum Beim Kunden: Sehr gern, ich übernehme das Antworten an Vorgesetzte, Antworten auf Kundenmails Kommt fünfmal am Tag oder öfter Klingt salopp gegenüber Höhergestellten Wirkt wie eine Antwort unter Gleichrangigen
Entschuldigung Entschuldigung klebt an allem Ein Wort für Bitte, Dank und Entschuldigung Bitten → Wären Sie so freundlich Danken → Vielen Dank für Entschuldigen → Es tut mir leid, dass Beginn eines Kundengesprächs, vor dem eigenen Wortbeitrag Beim Erhalt einer Datei, zu Beginn des Wochenberichts Klingt, als hätten Sie etwas falsch gemacht Ihr Dank kommt beim Gegenüber nicht an
Passt schon Passt schon steht für Zusage und Absage Niemand erkennt, was gemeint ist Zusage → Das passt mir gut Absage → Diesmal verzichte ich Antwort auf eine Anfrage, eine Einladung zum Essen Termine mit Kunden, ein Junior bittet um Rat Das Gegenüber versteht es umgekehrt Sie erzwingen eine Rückfrage

4. Reihenfolge der Korrekturen (Häufigkeit × schlechter Eindruck)

Senkrechte Achse: Wie schlecht es ankommt / Waagerechte Achse: Häufigkeit (wie oft pro Woche)

  • Selten, aber teuer Hier steht die Umgangssprache im Smalltalk. Sie rutscht selten heraus, aber ein einziges Mal kostet Vertrauen. Sprechen Sie den Ersatz laut aus, kurz bevor Sie in solche Runden gehen.
  • Diese Woche beheben Hier steht die Entschuldigung, die an allem klebt. Wählen Sie nur diesen einen Satz, legen Sie ihn in In Übung und rühren Sie keinen weiteren an, bis er behoben ist.
  • Beobachten Hier stehen die gestapelten Ausrufezeichen im Chat. Die Karte in Floskel entdeckt liegen zu lassen, genügt. Rücken Sie sie hoch, sobald die Zahl steigt.
  • Durch Formel ersetzen Hier steht der Mailabschluss auf die Schnelle. Er kommt oft vor, also ist der Effekt groß. Legen Sie einen festen Satz an, bis er ohne Nachdenken kommt.

5. Die 30-Tage-Schleife (PDCA)

  1. Plan (festlegen) Satz dieser Woche: ______ → Ersatz: ______ Bsp.) Alles klar → Verstanden, ich kümmere mich darum
  2. Do (anwenden) Tage mit Anwendung ankreuzen: Mo__ Di__ Mi__ Do__ Fr__
  3. Check (zählen) Freitags zehn Minuten anhören und zählen Letzte Woche __ → diese Woche __
  4. Act (der nächste) Ablagedatum: __/__ Nächster Satz: ______ Sinkt die Zahl nicht, wählen Sie einen leichter sagbaren Ersatz

Inhalt des Aufgabenboards

Floskel entdeckt 18 Einträge

Floskeln sammeln

Sammeln Sie das Material, bevor Sie etwas ändern. Das Gedächtnis lässt Lücken, also protokollieren Sie eine ganze Woche dessen, was wirklich gesagt wurde.

Hinweis notieren

Halten Sie noch am selben Tag den genauen Wortlaut und die Situation auf einer Karte fest. Morgen erinnern Sie beides nicht mehr.

Meeting aufnehmen

Informieren Sie zuerst alle im Raum, nehmen Sie ein Meeting mit eigenem Redeanteil auf und hören Sie danach nur Ihre eigenen Beiträge.

Woche protokollieren

Eine Wendung pro Karte. Sobald in der Woche fünf Karten zusammenkommen, geht es weiter zur Inventur.

Ersatztabelle bauen

Füllen Sie die Ersatztabelle auf dem Board mit eigenen Worten. Ein Satz, der nicht laut sagbar ist, kommt unter Druck nicht heraus.

3 Paare festlegen

Nehmen Sie Ihre drei häufigsten Floskeln und legen Sie je einen sofort sagbaren Ersatz fest. Halten Sie die Auswahl klein.

Grund notieren

Schreiben Sie in einer Zeile, wie es beim Gegenüber ankommt. Was Sie nicht begründen können, fällt von der Liste.

Kontext ergänzen

Vermerken Sie, ob der Ersatz für Vorgesetzte, Kunden oder Junioren gilt. Manche Wendungen ändern sich nur gegenüber Kunden.

Jeden Tag anwenden

Die Tabelle allein ändert nichts. Es zählt nur, wie oft Sie es tatsächlich laut gesagt haben.

Heutigen Satz wählen

Wählen Sie jeden Morgen den einen Satz und schieben Sie ihn nach In Übung. Nehmen Sie nie zwei Sätze gleichzeitig ins Visier.

Abends abhaken

Ergänzen Sie auf der Karte eine Zeile mit Datum und Anzahl der Verwendungen. Auch Nulltage kommen mit Begründung hinein.

Wöchentlich anhören

Eine wöchentliche Kontrolle, bei der Ihr eigenes Ohr den Rückgang bestätigt. Entscheiden Sie nach Zahlen, nicht nach Gefühl.

Freitag 10 Min hören

Hören Sie vor dem Wochenende zehn Minuten der jüngsten Aufnahme und zählen Sie, wie oft die Zielfloskel vorkommt.

Rückgang notieren

Schreiben Sie letzte und diese Woche nebeneinander auf die Karte. Sinkt nichts, ist der Ersatz vermutlich schwer auszusprechen.

Neue Floskeln listen

Jede weitere Marotte, die beim Anhören auffällt, kommt als Karte in die Spalte Floskel entdeckt.

Behobenes ablegen

Bleibt Behobenes auf dem Board, verschwindet der Satz, der jetzt zählt. Setzen Sie eine Grenze und lassen Sie los.

2 Wochen ohne Fund

Taucht sie zwei Wochen weder in einer Aufnahme noch im Gespräch auf, wandert sie nach Behoben. Eine feste Regel beendet das Abwägen.

Nächste einsetzen

Sobald eine abgelegt ist, gehen Sie zurück zur Prioritätsmatrix und setzen die nächste in In Übung. Lassen Sie die Spalte nie leer.

Ersatz formulieren 0 Einträge

In Übung 0 Einträge

Behoben 0 Einträge

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Vorschaumodus Sprachlabor für den Berufsalltag: Floskeln in 30 Tagen gegen sichere Formulierungen tauschen

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1. So wollen Sie klingen (das Bild na... 3. Ersatztabelle Statt → Besser (wo, ... 4. Reihenfolge der Korrekturen (Häufi... Selten, aber teuer Diese Woche beheben Beobachten Durch Formel ersetzen Sprachlabor Beruf... So geht es: 1. Zi... So wollen Sie kli... Regeln und Ersatz... Floskeln zum Ablegen Hinweise und Erke... Was Sie in 30 Tagen hören wollenBsp.) Ihre Vorgesetzte sagt Ihnen, dass Sie deutlich sorgfältiger sprechen und schreiben Drei Regeln, die gelten1. Vage Antworten in Zahlen fassen (gleich → bis 15 Uhr)2. Bitten im Konjunktiv und mit Sie (Schick mir die Datei → Könnten Sie mir die Datei schicken?)… Zu viel Höflichkeit stört ebenso- Gestapelte Weichmacher (ich wollte nur mal ganz kurz eventuell fragen)- Entschuldigung als Füllwort, ohne dass es etwas zu entschuldigen gäbe Tatsächlich erhaltene Hinweise18. Aug., Katrin (Bereichsleiterin) - melden Sie sich einfach wirkt beim Kunden schwach20. Aug., Stefan (Senior) - Entschuldigung ist Ihr Füllwort geworden 2. Floskel-Invent... Meine FloskelnInventur Interne Meetings Alles klar in Dauerschleife E-Mail Abschluss auf die Schnelle Bericht an Vorgesetzte Fazit kommt zuletzt Kundentermine Entschuldigung vor jeder Bitte Chat Ausrufezeichen im Rudel Smalltalk Umgangssprache rutscht rein Statt (Ihre Floskel) Besser (der Ersatz) Wo und mit wem Warum ändern Alles klar Alles klar / Klar, klarDieselbe Antwort an Vorgesetzte wie an Kunden Verstanden, ich kümmere mich darumBeim Kunden: Sehr gern, ich übernehme das Antworten an Vorgesetzte, Antworten auf KundenmailsKommt fünfmal am Tag oder öfter Klingt salopp gegenüber HöhergestelltenWirkt wie eine Antwort unter Gleichrangigen Entschuldigung Entschuldigung klebt an allemEin Wort für Bitte, Dank und Entschuldigung Bitten → Wären Sie so freundlichDanken → Vielen Dank fürEntschuldigen → Es tut mir leid, dass Beginn eines Kundengesprächs, vor dem eigenen WortbeitragBeim Erhalt einer Datei, zu Beginn des Wochenberichts Klingt, als hätten Sie etwas falsch gemachtIhr Dank kommt beim Gegenüber nicht an Passt schon Passt schon steht für Zusage und AbsageNiemand erkennt, was gemeint ist Zusage → Das passt mir gutAbsage → Diesmal verzichte ich Antwort auf eine Anfrage, eine Einladung zum EssenTermine mit Kunden, ein Junior bittet um Rat Das Gegenüber versteht es umgekehrtSie erzwingen eine Rückfrage Senkrechte Achse:... Hier steht die Umgangssprache im Smalltalk. Sie rutscht selten heraus, aber ein einziges Mal kostet Vertrauen. Sprechen Sie den Ersatz laut aus, kurz bevor Sie in solche Runden gehen. Hier steht die Entschuldigung, die an allem klebt. Wählen Sie nur diesen einen Satz, legen Sie ihn in In Übung und rühren Sie keinen weiteren an, bis er behoben ist. Hier stehen die gestapelten Ausrufezeichen im Chat. Die Karte in Floskel entdeckt liegen zu lassen, genügt. Rücken Sie sie hoch, sobald die Zahl steigt. Hier steht der Mailabschluss auf die Schnelle. Er kommt oft vor, also ist der Effekt groß. Legen Sie einen festen Satz an, bis er ohne Nachdenken kommt. 5. Die 30-Tage-Sc... Plan (festlegen) Satz dieser Woche: ______ → Ersatz: ______Bsp.) Alles klar → Verstanden, ich kümmere mich darum Do (anwenden) Tage mit Anwendung ankreuzen: Mo__ Di__ Mi__ Do__ Fr__ Check (zählen) Freitags zehn Minuten anhören und zählenLetzte Woche __ → diese Woche __ Act (der nächste) Ablagedatum: __/__ Nächster Satz: ______Sinkt die Zahl nicht, wählen Sie einen leichter sagbaren Ersatz
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